Landesliga: Auswärtspleite in Ströbitz

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SV Wacker 09 Cottbus Ströbitz vs. SC Eintracht Miersdorf Zeuthen 5-1 (1-1)

Eintracht:
Peka, Markert, Alisch, Reichardt, Goslinowski, Romrig,(65. Semke) Wolter, (80. Westphal), Schmidt, Ritter, Wolpert (65. Greib), Kresovic.

z.Z. 54

Niederlage in Ströbitz

Bereits auf dem Programmheft der Gastgeber stand in großen Lettern; „beginnt Wacker eine Serie?“ Nun, was die Zukunft in und um Cottbus bringt sei dahin gestellt. Fakt ist, der Start in eine womögliche Serie hätte gestern sicher nicht erfolgen müssen/dürfen.

Für die Gäste jedoch ging es sehr unglücklich hinein in die Partie. Ein Zuspiel von Netzker konnte Jäkel bereits nach sieben Minuten zur Führung der Hausherren einschieben. Das bereits hier sehr zögerliche Abwehrverhalten sollte im weiteren Spielverlauf die Weichen Richtung Niederlage stellen.

Aber der Reihe nach. Eintracht kontrollierte das Spiel fortan, hatte viel Ballbesitz und spielte sehr schön über die vornehmlich rechte Außenbahn. Hier wurde Wolter oftmals auf die Reise geschickt und konnte einige Flanken in die Box schlagen. Auch einige schön durchgesteckte Bälle in zentraler Position sorgten für sehr gute Miersdorfer Chancen. Es war gefühlt wirklich eine Frage der Zeit bis der Ausgleich fiel. Diesen besorgte Kresovic per Kopf. (37.)

Eintracht nun noch mehr am Drücker, vor der Pause sollte die Führung her. Allerdings endeten gute Kombinationen oft im Abseits oder der starke Ströbitzer Goalie Thoms pflückte gefährliche Flanken sicher runter und nahm somit den Miersdorfern die Schärfe aus den Aktionen vor dem Tor. Die Gastgeber beschränkten sich auf das Nötigste und versuchten viel mit langen Bällen zu operieren. Dies hatte wenig Erfolg da vorn mit Jäkel meist nur ein Spieler als Abnehmer auszumachen war. So blieb es zur Pause beim schmeichelhaften Remis für die Hausherren.

In selbiger waren sich alle mitgereisten Miersdorfer einig, das hier heute was geht. Die fußballerisch bessere Mannschaft hatte rote Hemden an. Keiner konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen wie unterschiedlich zwei Halbzeiten sein können.

Eintracht kam wieder gut aus der Kabine, hatte gleich einige gute Zuspiele in die Spitze, welche leider erneut ungenutzt blieben.
Der Gegner blieb weiter bei seinem Spiel der hohen und weiten Bälle, und unter gütiger Mithilfe der Miersdorfer erzielten die Hausherren binnen fünfzehn Minuten, vier Tore. Afzahl (62., 65., 72.) und Voigt (76.) stellten auf 5-1 und damit natürlich die Weichen auf Sieg.

Zu einfach, aus Miersdorfer Sicht. Lange Bälle tief aus der eigen Hälfte, vornehmlich von Valentin geschlagen sorgten plötzlich für heilloses Durcheinander im Miersdorfer Abwehrverbund. Bälle die fünfzig Meter in der Luft unterwegs sind muss man besser verteidigen, als gestern geschehen. Das war phasenweise wirklich naiv. Kopfschütteln überall wohin man sah.

Zwischendrin immer mal wieder Chancen für die Eintracht, aber der Pfosten und auch fehlendes Zutrauen nach den Gegentoren, ließen nichts Zählbares mehr in rot weiß zu.

Die Niederlagen am Fehlen der beiden etatmäßigen Außenverteidiger Hieger und Bernhardt festzumachen wäre zu einfach. Sicher wären ein zwei Tore mehr vor der Pause möglich gewesen, das Spiel hätte den Verlauf genommen den es in den ersten fünfundvierzig Minuten hergab. Aber zu viel Konjunktiv.

Glückwunsch an den Gastgeber, der mit einer nahezu hundertprozentigen Chancenauswertung am Ende nicht unverdient, wenngleich um ein, zwei Tore zu hoch gewann. Aus Miersdorfer Sicht bleibt einzig die Floskel, lieber einmal 1-5 als fünfmal 0-1.

Nun heißt es in der Trainingswoche, Fehler analysieren, im besten Falle abstellen und im nächsten Spiel wieder punkten. SB