Das 0:0 bei ETB reichte nicht

Danach sollte Miersdorf die Bezirksklasse bis zur Wiedervereinigung nicht mehr verlassen. Als „Stammgast“ dieser Klasse kam Eintracht eigentlich nur selten in richtige Abstiegsgefahr und mischte in einigen Jahren sogar ganz oben mit. Und das gegen namhafte Mannschaften, von denen sich einige wie Bergmann-Borsig, KWO Berlin, Motor Lichtenberg, Turbine Treptow oder Eiche Köpenick später (nach ihrem Aufstieg) sogar über Jahre hinweg in der Bezirksliga, der höchsten Berliner Spielklasse, behaupten konnten. Nachdem Eintracht 1976 noch den „Meister-Macher“ spielte, als man am letzten Spieltag (und in letzter Minute) Vorwärts Berlin bezwang und so Sportfreunde Johannisthal zum Aufstieg verhalf, hätte es ein Jahr später fast zum großen Wurf gereicht. Die Chance war zum greifen nah: Am letzten Spieltag wäre bei Empor Brandenburger Tor nur noch ein Sieg notwendig gewesen. Zahlreiche Miersdorfer Fans waren mitgereist, um das Team von Trainer Dieter Karczewski zu unterstützen. Einer hatte sein Auto sogar schon mit Sektkisten vollgeladen, um an Ort und Stelle zu feiern. Doch auf dem schwer zu bespielenden Hartplatz wollte der Ball einfach nicht ins gegnerische Tor. Pech kam hinzu, als Hansi Exner zehn Minuten vor Schluss nur die Latte traf. Am Ende blieb es beim 0:0 – aus der Traum.  Mit 40:20 Punkten musste man EBT knapp den Vortritt lassen und mit Rang 2 Vorlieb nehmen. So nah kam man einem Aufstieg nie mehr wieder, selbst wenn man 1980 und 1981 (unter Jürgen Wolf als Trainer) als jeweils Vierter nochmals an den Spitzenrängen schnupperte. Die folgenden Jahre waren geprägt von soliden Mittelfeld-Plazierungen. Für ganz vorn reichte es zwar nie, aber jeweils ein respektabler Rang 5 unter der Leitung von Trainer Günter „Morchen“ Höltz in den beiden letzten Serien 1989/90 und 1990/91, als der Fußball auf Grund der politischen Veränderungen in Deutschland vielerorts zur Nebensache wurde, zeigten noch einmal, dass man sich gegen die starke Konkurrenz allemal gut aus der Affäre zog. In den späten 70er und dann in den 80er Jahren prägten solche Spieler wie Joachim Dünow, Hans-Jürgen Exner, Dieter Karczewski, Hilmar Wilde, Frank Robbel, Klaus Naguschewski, Norbert „Kutte“ Welzel, Stefan Schütze und Lutz „Muckel“ Schulz das Gesicht der Mannschaft.