
Die Eintracht hat ihn nie losgelassen, auch als er 8500 Kilometer entfernt auf Kuba lebte. Stefan Schütze ist dem Verein immer verbunden geblieben. Am Neujahrstag ist er im Alter von 60 Jahren gestorben.
Stefan Schütze gab Mitte der 80er-Jahre sein Debüt in der Männermannschaft der SG Eintracht Miersdorf. Er war einer der besten Torjäger seiner Zeit, kam meistens über die Außenbahn. 1985/86 beispielsweise erzielte er die Hälfte aller Eintracht-Treffer, auch in späteren Jahren traf er meistens zweistellig. Angebote anderer Klubs, etwa aus Schmöckwitz, lehnte er ab. „Ich bin Miersdorfer durch und durch“, erzählte er in der 30. Episode des Podcasts „Die Eintracht im Ohr“, in dem er im August 2021 zu Gast war. „Ich wollte lieber Fußball aus Spaß spielen als für 30 Ostmark.“
Mitte der 90er-Jahre beendete Stefan seine Männer-Karriere, kickte noch ein wenig bei den Oldies mit. Aber ein Risiko ging er nicht mehr ein, als Selbstständiger wollte er sich nicht zu oft verletzen.
2018 wanderte Stefan nach Kuba aus, der Liebe wegen. „Meine Wurzeln sind in Zeuthen“, betonte er. „allein schon durch die Familie und durch den Verein.“ Bei seinen Besuchen in der Heimat ließ er sich gerne am Wüstemarker Weg blicken, traf alte Bekannte aus seiner aktiven Zeit. Und seine Neffen sah er dort: Stefan war der Onkel von Christian und Alexander Schröder. Deren Karrieren verfolgte er genau, auch von Kuba aus. Er ließ sich stets die neuesten Nachrichten schicken, auch den Eintracht-Podcast bekam er regelmäßig.
Stefan starb nach schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen.
