
Ich wurde Schiedsrichterin, weil …
… ich dem Fußball verbunden bin und das Spiel gerne aus einer anderen Perspektive erleben wollte.
Mein Vorbild als Schiedsrichter …
… Howard Webb, weil er auch in den größten Spielen ruhig, klar und souverän geblieben ist. Besonders beeindruckend finde ich, dass er 2010 sowohl das Champions-League-Finale als auch das WM-Finale geleitet hat.
Was mich als Schiedsrichterin am meisten nervt …
Wenn Entscheidungen diskutiert werden, bevor überhaupt verstanden wurde, warum sie getroffen wurden. Leider auch oft Eltern und Zuschauer.
Mein bestes Spiel als Schiedsrichterin …
Ein einzelnes Spiel hervorzuheben, fällt mir schwer. Mir macht jedes Spiel auf seine eigene Art Spaß und jedes hat seinen besonderen Reiz.
Diese Fußballregel würde ich gerne ändern …
Nach einem Pfiff sollte der Ball nur noch vom benachteiligten Team gespielt werden dürfen, ähnlich wie im Handball. Das würde viele unnötige Diskussionen und Verzögerungen vermeiden.
Für welche Eigenschaft würde ich mir selbst die Gelbe Karte zeigen …
Heute eigentlich für keine mehr. Früher hätte ich sie mir dafür gezeigt, dass ich manchmal erst geredet und dann gedacht habe – auch wenn meine Meinung durchaus deutlich ausfallen konnte.
Von diesem großen Verein würde ich gerne mal ein Spiel leiten …
Als 4. Offizieller bei einem Spiel der deutschen Nationalmannschaft dabei zu sein – egal ob Frauen oder Männer – fände ich schon etwas Besonderes.
Von diesem großen Verein muss ich nicht unbedingt mal ein Spiel leiten …
Da habe ich keinen bestimmten Verein. Jedes Spiel ist eine neue Herausforderung und macht auf seine Weise Spaß.
Meine Meinung zum Thema Videoschiedsrichter …
Grundsätzlich sinnvoll, wenn dadurch klare Fehlentscheidungen korrigiert werden. Der Fußball sollte dabei aber nicht seinen Spielfluss verlieren und die Zuschauer nicht ihren Jubel.
Und das möchte ich noch denen sagen, die am Spielfeldrand ständig über unsere Entscheidungen meckern …
Wir treffen unsere Entscheidungen in Sekundenbruchteilen und immer nach bestem Wissen und Gewissen. Ein respektvoller Umgang macht es für alle Beteiligten angenehmer, und am Ende profitieren auch die Spiele davon.
