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Warum eine Beitragsanpassung notwendig ist

By 30. Januar 2026No Comments

Am Freitag, 13. Februar, ist die Mitgliederversammlung der Eintracht. Beginn ist um 18 Uhr im Vereinsheim.

Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Antrag des Vorstands über eine Beitragsanpassung bei den Mitgliedsbeiträgen.

Unser Vorsitzender André Wittmann und unser Finanzvorstand Maria Meinert erläutern im Interview die Hintergründe.

  • Warum ist die Beitragsanpassung notwendig?

Wir bekommen von der Gemeinde Zeuthen in jedem Jahr einen Bewirtschaftungszuschuss dafür, dass wir die Sportanlage am Wüstemarker Weg instandhalten. Angesichts der finanziell schwierigen Lage der Kommunen insgesamt ist für uns eine zuverlässige Planung für die kommenden Jahre kaum möglich. Wir rechnen eher mit weniger als mit mehr Zuschüssen.

Dazu kommen weitere Einnahmen-Rückgänge: So haben unsere Gemeindevertreter den viele Jahre gezahlten Fahrkostenzuschuss für Nachwuchs-Auswärtsfahrten und das Union-Camp in Höhe von 2000 Euro gestrichen. Außerdem haben einige Sponsoren die Zusammenarbeit mit uns beendet.

Auf der anderen Seite stehen höhere Ausgaben: Der langjährige Mitgliedsbeitrag für den Kreissportbund wurde von einem auf zwei Euro pro Mitglied erhöht. Keine Frage: Der KSB benötigt diese Mittel. Die Ausgaben für Gas sind ebenfalls gestiegen.

In Summe fehlen uns gegenüber dem Vorjahr etwa 9000 Euro.

  • Was wird mit den Mitgliedsbeiträgen gemacht?

Ein großer Haushaltsposten ist die Instandhaltung der Platzanlage, etwa die Renovierung des Rasens und die Rasenpflege. Hier gilt: Was wir jetzt nicht machen, wird uns später noch teurer zu stehen kommen. Demnächst stehen Maßnahmen wie die Tribünen-Renovierung an. Außerdem sind immer wieder Reparaturen notwendig, etwa beim Flutlicht.

Den laufenden Spielbetrieb inklusive der Auswärtsfahrten, von der 1. Männermannschaft in der Brandenburgliga bis zu den Nachwuchsteams, finanzieren wir auch in Teilen von den Mitgliedsbeiträgen. Fußball ist unser Kerngeschäft: Wir wollen Kinder und Jugendliche gut ausbilden und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglichen. Und wir wollen ihnen eine sportlich reizvolle Perspektive geben – das kann die Brandenburgliga bei den Männern oder die Landesliga bei den Frauen sein. Wer lieber auf Kreisebene oder ab einem gewissen Alter in der Ü40 spielen will – auch dem geben wir die Möglichkeit. Das alles kostet Geld.

Weitere Ausgaben sind:

  • Beiträge für den Kreissportbund und den Fußball-Landesverband.
  • Versicherungen.
  • Ausrüstungs- und Spielgegenstände, z.B. neue Mini-Tore.
  • Schiedsrichter- und Ordnerkosten.
  • Reinigungskosten (Wäsche und Gebäude).
  • Wartung der Internetseite.
  • Auswärtsfahrten.
  • Grundsteuer für den Wüstemarker Weg, die von 144 auf 1900 Euro pro Jahr erhöht wurde.
  • Aufwandsentschädigungen für unsere Übungsleiter.

Was uns besonders wichtig ist: die Beitragsfreiheit für Übungsleiter und  Schiedsrichter. Daran wollen wir unbedingt festhalten.  

  • Wie steht es um die Höhe der Beiträge im Vergleich zu anderen Vereinen?

Wir haben uns die Mitgliedsbeiträge anderer Brandenburgliga-Vereine angeschaut. Danach liegen wir mit der geplanten Beitragsanpassung im Mittelfeld.

  • Bei Germania Schöneiche beträgt der Standardbeitrag 210 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 180 Euro.
  • Beim Oranienburger FC sind es 222 Euro (Ü18) bzw. 186 Euro (U18).
  • Beim MSV Neuruppin 240 Euro für aktive Mitglieder und 180 Euro für Kinder und Jugendliche.
  • Bei der BSG Stahl Brandenburg 300 für Erwachsene und für Spielerinnen und Spieler von den F- bis zu den A-Junioren.
  • Beim BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow sind es 288 Euro für Erwachsene, 192 Euro für Kinder bis zu den D-Junioren, 228 Euro für Kinder und Jugendliche ab den C-Junioren.

Wir haben uns auch die Kosten für andere Sportangebote und Fitnessstudios angeschaut. Für das Elixus im A10-Center beträgt der Durchschnittspreis 29,90 Euro/Monat, der zehnstündige Seepferdchen-Kurs im Wildorado kostet 159 Euro.

  • Was versucht der Vorstand, um die Finanzen zu verbessern?

Wir haben das Finanzteam im vergangenen Jahr organisatorisch deutlich breiter aufgestellt. Wir haben noch mehr Expertise im Team, die uns sicher auf Dauer hilft, Ausgaben einzusparen und Einnahmen zu erhöhen. Zudem bemühen wir uns um die Pflege unserer Sponsoren, die wir regelmäßig mit Informationen rund um die Eintracht versorgen und auch persönlich zu Spielen und anderen Veranstaltungen einladen.

Eine der wichtigsten Aufgaben wird es auch in den nächsten Monaten sein, einen Sponsoring-Beauftragten zu finden, der ein neues Sponsorenkonzept erstellt, Sponsoren akquiriert und Sponsoren betreut.

Des Weiteren schauen wir uns unsere Energieverträge genau an, ob es hier noch Optimierungsmöglichkeiten gibt. Eine der wirksamsten Maßnahmen der vergangenen Jahre war übrigens die neue Photovoltaikanlage, die unsere Stromkosten senkt.

Grundsätzlich gilt: Wir gehen mit den Mitgliedsbeiträgen sorgsam um. Jede Entscheidung wird auch daraufhin überprüft, ob sie den finanziellen Möglichkeiten der Eintracht entspricht.