
Auf geht’s in die nächste Saison!
Am Montag starten unsere Brandenburgliga-Männer offiziell in die Vorbereitung. Allerdings hatten die Spieler in dieser Woche bereits die ersten Laufeinheiten zu absolvieren, „damit alle mit einer guten körperlichen Grundlage in das Mannschaftstraining einsteigen können“, so unser Trainer Thorsten Beck.
Unser Trainer außerdem über …
… neue Saison: „Wieder einmal hat uns unser Topscorer verlassen. Nach unserer Aufstiegssaison war es Dennis Paul, jetzt Moses Njoku. Gerade Stürmer, die regelmäßig Tore erzielen, stehen bei anderen Vereinen naturgemäß hoch im Kurs. Wenn man verfolgt, welche Spieler andere Vereine verpflichtet haben und welche Möglichkeiten dort teilweise vorhanden sind, zeigt das einmal mehr, dass wir einen anderen Weg gehen. Mit den finanziellen Möglichkeiten mancher Konkurrenten können und wollen wir nicht mithalten. Das ist manchmal schmerzhaft, gehört aber zu unserem Weg.“
… den Eintracht-Weg: „Wir setzen weiter auf Entwicklung, Zusammenhalt und Spieler, die bereit sind, sich über ihre Leistung zu beweisen. Gleichzeitig vertrauen wir den Spielern, die den Weg mit uns gegangen sind, den Aufstieg mit erarbeitet haben und dem Verein die Treue halten. Diese Mischung aus Kontinuität und hungrigen Neuzugängen hat uns in die Brandenburgliga geführt. Daran wollen wir auch in Zukunft festhalten. Genau deshalb wird es jetzt darauf ankommen, die entstandene Lücke gemeinsam zu schließen. Nach jetzigem Stand wird das nur als Mannschaft gelingen. Natürlich kann es immer sein, dass sich ein Spieler – vielleicht auch einer unserer Neuzugänge – mit einer herausragenden Saison entwickelt und diese Rolle übernimmt. Das wäre für uns natürlich ein großer Gewinn. Verlassen dürfen wir uns darauf aber nicht. Entscheidend wird sein, dass wir unsere Torgefahr auf mehrere Schultern verteilen und gemeinsam Lösungen finden. Ob uns das gelingt, wird die Saison zeigen.“
… die Neuzugänge: „Mit unseren Neuzugängen bin ich grundsätzlich sehr zufrieden. Einige von ihnen haben zwar noch keine Erfahrung in der Brandenburgliga, bringen dafür aber genau das mit, was wir gesucht haben. Hunger, Ehrgeiz und den Willen, sich weiterzuentwickeln. Ich habe das Gefühl, dass sie frischen Wind in die Mannschaft bringen werden. Jetzt wird entscheidend sein, wie schnell sie sich an das Niveau der Liga gewöhnen. Auf die Zusammenarbeit freue ich mich jedenfalls sehr. Trotzdem gibt es auch einige Herausforderungen in der Kaderplanung. Besonders schmerzhaft ist der Ausfall unseres Neuzugangs Mattis Reszat, der sich in der Sommerpause einen Knöchelbruch zugezogen hat. Wir wünschen ihm auf diesem Weg eine schnelle und vollständige Genesung. Zwei Spieler, mit denen wir eigentlich schon zum Vorbereitungsstart gerechnet hatten, stoßen aufgrund ihres Auslandsaufenthalts erst im September wieder zur Mannschaft. Hinzu kommen angeschlagene Spieler sowie ein weiterer Akteur, bei dem aus beruflichen Gründen nicht feststeht, wie regelmäßig er uns zur Verfügung stehen wird. Das ist natürlich nicht die Ausgangslage, die man sich als Trainer wünscht. Trotzdem gilt es jetzt, Lösungen zu finden und mit den Spielern zu arbeiten, die uns zur Verfügung stehen.“
… das Saisonziel: „Unser Ziel ist erneut der Klassenerhalt. Wir gehen wieder als Außenseiter in die Brandenburgliga. Die zweite Saison nach dem Aufstieg wird aus meiner Sicht vor allem eine mentale Herausforderung. Im ersten Jahr trägt einen die Euphorie, die Freude auf die neue Liga und das Gefühl, sich beweisen zu dürfen. Im zweiten Jahr verändert sich das. Jeder weiß, dass es wieder ein harter Kampf um den Klassenerhalt wird und Rückschläge dazugehören. Das macht keiner Mannschaft Spaß. Genau deshalb wird es entscheidend sein, als Gruppe stabil zu bleiben, auch nach Niederlagen zusammenzustehen und sich Woche für Woche immer wieder neu zu motivieren. Diese mentale Widerstandsfähigkeit kann am Ende genauso wichtig werden wie die fußballerische Qualität. Ich hoffe dabei auch, dass unsere Neuzugänge mit ihrer Energie und ihrem Ehrgeiz positive Impulse setzen. Gleichzeitig erwarte ich von den Spielern, die inzwischen ein Jahr Brandenburgliga hinter sich haben, den nächsten Entwicklungsschritt. Erfahrung ist die Summe der Fehler, aus denen man lernt. Jetzt geht es darum, mehr Verantwortung zu übernehmen, mutiger zu werden und die Erfahrungen aus der vergangenen Saison in Leistung umzusetzen.“
… die Schwerpunkte in der Vorbereitung: „Ein klarer Schwerpunkt wird unsere Defensive sein. Wir haben in der vergangenen Saison zu viele Gegentore kassiert und müssen dort deutlich stabiler werden. Gerade in den Zweikämpfen in der eigenen Hälfte müssen wir kompromissloser auftreten und insgesamt konsequenter verteidigen. Das wird ein wesentlicher Baustein sein, wenn wir unser Ziel erreichen wollen.“
… die ersten Liga-Spiele in Altlüdersdorf, gegen Sachsenhausen und bei Stahl Brandenburg: „Das Auftaktprogramm wird uns direkt zeigen, wo wir stehen. Die ersten Spiele werden eine echte Standortbestimmung sein. Dann werden wir sehen, wie weit wir als Mannschaft sind und woran wir noch arbeiten müssen. Entscheidend wird sein, dass wir jede Partie mit hoher Leidenschaft angehen. Intensität, Laufbereitschaft, Geschlossenheit und die Bereitschaft, füreinander alles zu investieren, werden dabei die Grundlage sein. Wir wissen, dass wieder eine schwierige Saison vor uns liegt. Aber wir wissen auch, dass wir uns den Platz in dieser Liga hart erarbeitet haben. Mit Demut, Überzeugung und großem Einsatz wollen wir alles daransetzen, auch im zweiten Jahr den Klassenerhalt zu schaffen.“

