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Ü40: Pokal-Vorrunde am 09.09.2021 – MSV Zossen 07 – SCEMZ 6:7 (n.E.) (1:0 / 4:4)

By 9. September 2021No Comments

Senioren des SCEMZ mit Licht und Schatten im Pokalkrimi

Am gestrigen Abend gastierte die Ü40 der Eintracht beim MSV Zossen 07 in der ersten Pokalrunde und gestaltete, zusammen mit den Gastgebern, einen echten Pokalkrimi. Als man noch sichtlich um die nötige Spielordnung bemüht war, schloss der MSV einen schnell vorgetragenen Angriff sehenswert mit der Picke ins rechte, obere Toreck ab. In der Folgezeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in welchem die Gäste aus Miersdorf allerdings mehr und mehr die Initiative ergriffen. Der Ausgleich sollte aber in der 1. Halbzeit nicht gelingen. Direkt mit Wiederanpfiff fiel dann das ersehnte und auch verdiente Ausgleichstor durch Pohle.

Obwohl der SCEMZ weiterhin Oberwasser hatte, geriet man kurz darauf erneut in Rückstand. Mit einem trockenen Doppelschlag in der 35. und 39. Minute erhöhte S. Schröder – Trainer der 1. Herren des MSV) – auf 3:1. Glücklicherweise konnte der aufkeimende Unmut der Eintracht-Senioren schnell erstickt werden, als man über die linke Angriffsseite ein Eigentor der Gastgeber erzwang. Etwas verrückt – aus Sicht der Gastgeber vielleicht auch unglücklich – wurde der erneute Ausgleich durch Pohle erzielt. Während ein Miersdorfer nach Foul am Boden lag und viele mit einer Unterbrechung des guten Schiedsrichters rechneten, spielte Pohle als einer der wenigen weiter und erzielte aus spitzem Winkel mit einem Flachschluss das 3:3. Spätestens jetzt wurde es ein echter Pokalfight mit allem, was dazugehört – vor Allem vielen Emotionen.

Während unsere Eintracht immer wieder gute Gelegenheiten kreierte, aber diese nicht verwerten vermochte, lauerten die Gastgeber immer wieder auf den einen Konter. Als die Miersdorfer in der Vorwärtsbewegung den Ball unnötig verloren, konnte Zossen in der vorletzten Spielminute sogar den vermeintlichen Siegtreffer erzielen. Aber wenn eines in der aktuellen Ü40 stimmt, dann Einsatz, Ehrgeiz und Wille. So war es der nachgereiste Schroda, der, nach guter Vorarbeit des sehr agilen Kruppes, den Ball zum kaum für möglich gehaltenen Ausgleich ins Tor lenkte. Nach kurzem Durchatmen sollten in einer seitens des SCEMZ überlegen geführten Verlängerung jedoch keine weiteren Tore fallen, so dass die Entscheidung im 9-Meter-Schießen fallen musste. Hier begannen die Miersdorfer mit zwei Fehlschüssen, während die Gastgeber ihre ersten beiden Versuche nutzen konnten.

Als Schroda dann zum Anschluss traf und Zossen verschoss, keimte kurze Hoffnung auf, welche aber sogleich nach dem dritten Miersdorfer Fehlschuss wieder schwand. Den Zossenern hätte nun ein weiterer Treffer zum Erreichen der nächsten Pokalrunde genügt. Da der erste Versuch jedoch am Pfosten landete, konnte Pohle zum Ausgleich einnetzen. Mit dem letzten 9-Meter hatten es die Gastgeber dann nochmals auf dem Fuß, aber Torhüter Neumann avancierte zum Pokalhelden und hielt. Als Kallenbach dann vom Punkt vorlegte, lag nun die Last beim Kapitän der Gastgeber. Den strammen Rechtsschuss konnte Atze „Die Katze“ Neumann aber bravourös abwehren und sorgte für den nicht unverdienten, wenn auch etwas glücklichen, Einzug ins Pokalviertelfinale. Besonderer Dank gilt außerdem den Sportfreunden Schaum und Schroda, die unverhofft später noch nachreisten,  sowie dem ehemaligen Akteur Myrrhe, der von der Seitenlinie unterstützte und die Daheimgebliebenen mit einem Liveticker versorgte.

Tore:    1:0       Krüger (3. Minute)

1:1       Pohle (31. Minute)

2:1       Schröder (35. Minute)

3:1       Schröder (39. Minute)

3:2       Czihak / ET (40. Minute)

3:3       Pohle (48. Minute)

4:3       Grüneberg (59. Minute)

4:4       Schroda (60. Minute +2)

Zuschauer: 15

Aufstellung:      A. Neumann (TW) – J.D. Kohlbach, H. Hanella, L. Günther (C) – A. Henze, K. Kallenbach – A. Pohle

Wechsler:        C. Kruppe, H. Leißling, H. Schroda, S. Schaum, M. Lehmann

Am kommenden Mittwoch, den 15.09.2021, empfängt man den RSV Waltersdorf 09 zum Derby im Spitzenspiel der Staffel B. Die Ü40 freut sich über zahlreiche Zuschauer.

Text: L. Günther