Schiedsrichter

Unsere Schiedsrichter, Teil 3. Heute: Martin Hartmann

By 7. Juli 2026No Comments

Name: Martin Hartmann
Alter: 34
Schiedsrichter seit: 31. Januar 2007

Ich wurde Schiedsrichter, weil …
Auf den Weg gebracht hat mich ein sehr guter Freund, der seine Schiedsrichterprüfung schon ein Jahr vor mir bestanden hatte. Aber ganz ehrlich: Ein Stück weit auch aus eigenem Antrieb – ich habe früher selbst oft über Schiedsrichter gemeckert und wollte es dann einfach besser machen.

Mein Vorbild als Schiedsrichter …
Eigentlich habe ich keinen. Aber wenn ich wählen müsste: Deniz Aytekin.

Was mir als Schiedsrichter am meisten Freude macht …
Es ist ein Fitnessstudio-Ersatz. Man ist im Team unterwegs, kann gemeinsam Gas geben – genau das macht den Fußball und die Gemeinschaft so besonders.

Was mich als Schiedsrichter am meisten nervt …
Das ständige Reklamieren und die immer gleichen, unnötigen Diskussionen – oft auch noch von denselben Spielern.

Mein bestes Spiel als Schiedsrichter  …
Ich persönlich versuche in jedem Spiel, mein Bestes auf den Platz zu bringen.
Wenn es um Namen und gut besuchte Spiele geht, dann: zweimal Assistent im Stadtpokal-Finale in Halle (2010) und im Kreispokal-Finale Nordvorpommern Rügen (2018). Zweimal Assistent bei Freundschaftsspielen des A-Jugend-Bundesligateams vom Hallescher FC gegen Chemnitzer FC  und gegen die SG Dynamo Dresden.
Aber das Highlight am 30. Juni 2018: FC Pommern Stralsund (Verbandsliga) gegen den FC Hansa Rostock (3. Liga) – Assistent vor fast 3.000 Zuschauern.

Diese Fußballregel würde ich gerne ändern …
Handspiel-Regel

Für welche Eigenschaft würde ich mir selbst die Gelbe Karte zeigen …
Für einen Moment, in dem ich nicht sofort die perfekte Entscheidung treffe. Aber genau daraus lernt man und entwickelt sich weiter.

Von diesem großen Verein würde ich gerne mal ein Spiel leiten …
Meinem Herzensverein FC SCHALKE 04, also wenn jemand Kontakte hat, lasst es mich wissen.

Von diesem großen Verein muss ich nicht unbedingt mal ein Spiel leiten …
Ich möchte hier generell nichts ausschließen, man weiß ja nie. Außerdem sind wir schließlich Unparteiische – da gehört es dazu, klar zu trennen und professionell zu bleiben.

Meine Meinung zum Thema Videoschiedsrichter …
Obwohl es Emotionen rausnimmt, macht es den bezahlten Fußball gerechter.

Und das möchte ich noch denen sagen, die am Spielfeldrand ständig über unsere Entscheidungen meckern …
Wir sind genauso Menschen und machen Fehler – genau wie ein Spieler, der mal einen Fehlpass spielt oder den Ball zum Torschuss nicht perfekt trifft. Lasst uns deshalb nach dem Spiel lieber gemeinsam bei einem Kaltgetränk zusammensitzen und das Spiel in Ruhe besprechen.