
Name: Rico Steinacker
Alter: 38
Schiedsrichter seit: Februar 2014
Ich wurde Schiedsrichter, weil …
…ich in meiner Fußballer-Karriere einige Schiedsrichter erlebt habe, deren Art mir nicht gefiel und ich der Meinung war, dass das auch besser, vor allem im Umgang miteinander, sein sollte.
Mein Vorbild als Schiedsrichter …
Deniz Aytekin.
Was mir als Schiedsrichter am meisten Freude macht …
Das Erklären und die Bewegung. Das respektvolle Miteinander vorleben und darauf achten, dass das Spiel in einem angenehmen Rahmen stattfindet. Dem Spiel eine Richtung zu geben.
Was mich als Schiedsrichter am meisten nervt …
Zuschauer, die einfach alles lautstark anzweifeln. Egal gegen wen oder für wen. Und Zuschauer, die sich auf die gegnerischen Spieler einschießen und ständig beleidigen oder herabwürdigen.
Meine besten Spiele als Schiedsrichter …
Berlin, Kreisliga A: Sport-Union Berlin vs. FCK Frohnau: Spiel gegen den Abstieg. Drei Platzverweise, aber insgesamt zufriedene Trainer und Spieler auf beiden Seiten.
Jugend-Leistungsvergleich, Hertha II vs. BVB II: Es war superspannend zu sehen, welche technischen Möglichkeiten mittlerweile im Leistungssport eingesetzt werden (Tracker an den Schuhen, Brustgurte etc.). Die Geschwindigkeit und die körperlichen Vorgaben waren interessant. Gleichzeitig ist aber zu bemerken, wie wenig Regelkenntnis die Jugendlichen in diesem Bereich mitbringen. Welchen Aufwand die Eltern betreiben, damit ihr Kind der „Star von morgen“ sein wird. Vor allem die mitgereisten Eltern waren sehr zufrieden und beeindruckt von meiner Art, mit den Spielern zu interagieren. O-Ton: „Bringt denen ja sonst keiner bei.“
Diese Fußballregel würde ich gerne ändern …
Es muss das Handspiel sein, aber eine Lösung habe ich nicht.
Für welche Eigenschaft würde ich mir selbst die Gelbe Karte zeigen …
Letztes Wort haben als Spieler. Als Schiedsrichter kann ich auch das letzte Wort kassieren. Mittlerweile muss das in Ordnung sein.
Von diesem großen Verein würde ich gerne mal ein Spiel leiten …
Energie Cottbus und grundsätzlich alles ab 2. Liga aufwärts.
Von diesem großen Verein muss ich nicht unbedingt mal ein Spiel leiten …
Keiner. Da ich als Schiedsrichter neutral bin, würde ich mich einfach nur auf das Erlebnis freuen.
Meine Meinung zum Thema Videoschiedsrichter …
Nette Idee, lebt allerdings für uns Amateure ein falsches Bild vor. Vor allem, weil es nicht unbedingt weniger Fehlentscheidungen gibt durch den VAR.
Und das möchte ich noch denen sagen, die am Spielfeldrand ständig über unsere Entscheidungen meckern …
Jeder, der möchte, ist aufgerufen mit mir zusammen ein Spiel zu leiten. Ich unterstütze gern und stehe für Fragen jederzeit zur Verfügung. Wir haben ein tolles Ausbildungsprogramm mit tollen Dozenten und tolle Teams im Jugend- und Erwachsenenbereich, wofür es sich lohnt, die Ausbildung zu absolvieren.
